Das etruskische Grab befindet sich auf dem Land von Il Borghetto. Es wurde 1978 während landwirtschaftlicher Arbeiten entdeckt. Das Archäologische Provinzamt begann die Ausgrabungsarbeiten und die Restaurierung. Das Grab besteht aus einem einzigen Zimmer, das eine Breite von 5,30 m hat und von einem kleinen Vorbau Dromos der nach Westen orientiert ist. Der Dromos, der Fußboden und die Wände bestehen aus Mühlsteinplatten die wahrscheinlich aus den Hügeln von Campoli stammen, zirka 4 km vom Ort entfernt. Die Pfosten, der Zentralpfeiler, der Tragebalken, die ganze Überdachung und die Grabsäule bestehen aus Sandstein der im Ort nicht vorkommt, der aber typisch für das südwestliche Gebiet der Val d’Elsa ist (Colle Val d’Elsa, S. Gimignano). Da einer von diesen Steinen bis zu 80 Doppelzentnern wiegt, hat der Transport bis auf den Hügel etwas Unglaubliches an sich und es erregt unsere Bewunderung wenn wir an die Transport- und Bautechniken der Etrusker denken.

Die Zimmerdecke, einzigartig in dem Gebiet von Volterra und Florenz, war eine Pseudo-Kuppel die von einem 4 Meter hohen Hauptpfeiler gestützt war. Man hat nur Fragmente von Vasen aus Tonerde, von Elfenbein und Bronze gefunden. Eine kleine Schnalle aus Gold, die sich in den Spalten zwischen den Steinen des Fußbodens befand, ist etwa 2700 Jahre alt. Die Ausstattungsobjekte im Grab verweisen auf die archaische oder orientalische Zeit. Das Gold und das Elfenbein lassen uns sofort begreifen, dass die etruskische Familie des Grabes reich und fürstlich war.


Während der Ausgrabungen kam außerdem der zerbrochene untere Teil einer großen Grabsäule ans Tageslicht, die das Basrelief einer männlichen Gestalt aufweist, die, bewaffnet mit einem großen Bogen, im Begriff ist, nach rechts zu gehen.
Die Größe des Fragmentes und die Proportionen der menschlichen Gestalt lassen uns vermuten, dass wir uns vor etwas Monumentalem befinden: die Grabsäule hatte eine angedeutete Trapezform und maß ungefähr 3,50 m.
Die Grabsäule wurde in ihrer Großartigkeit als Grabmonument aufgefasst. Sie sollte die Idealisierung des Toten darstellen und ein großes Sinnbild sein, dass man von dem weiterfolgenden Tal und von den nahe liegenden Hügeln aus sehen konnte.
Wegen der Kostbarkeit des Fundstückes, wird die Grabsäule seit der Ausgrabung im Archäologischen Museum in Florenz aufbewahrt.
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